Haushaltsbuch: Studierende
Eine Buchungsvorlage für ein Semesterbudget aus BAföG, Nebenjob und gelegentlichen Zuschüssen, mit Fokus auf unregelmäßige Einnahmen.
Das Budget während des Studiums setzt sich häufig aus mehreren, unterschiedlich regelmäßigen Quellen zusammen: BAföG oder Unterstützung der Eltern kommt meist monatlich zu einem festen Termin, Einnahmen aus einem Nebenjob schwanken je nach Stundenzahl, und gelegentliche Zuschüsse fallen unregelmäßig an. Diese Unregelmäßigkeit macht ein Haushaltsbuch für Studierende nützlicher als für Haushalte mit einem einzigen festen Gehalt, weil erst die Buchung sichtbar macht, wie viel tatsächlich in einem gegebenen Monat zur Verfügung steht.
Sechs Kategorien decken die typischen Ausgaben im Studium ab: Miete (häufig inklusive Nebenkosten bei einem WG-Zimmer), Lebensmittel, Semesterbeitrag und Lehrmaterial, Mobilität, Freizeit und Sonstiges. Der Semesterbeitrag verdient eine eigene Kategorie statt der Einordnung unter Sonstiges, weil er einmal pro Semester eine vergleichsweise große Summe ausmacht, die sonst den Monat, in dem sie anfällt, stark verzerrt.
Weil Einnahmen aus einem Nebenjob innerhalb eines Semesters schwanken können, lohnt sich bei Studierenden der monatliche Abschluss stärker als eine reine Wochenbetrachtung: erst über einen vollen Monat wird sichtbar, ob die schwankenden Einnahmen insgesamt für die festen Ausgaben — allen voran die Miete — ausreichen. Am Monatsende werden alle Kategorien addiert, die Einnahmen aus allen Quellen zusammengezählt und die Differenz gebildet.
Für Monate mit dem Semesterbeitrag oder größeren Anschaffungen wie Lehrbüchern empfiehlt sich ein Vergleich mit dem Durchschnitt der übrigen Monate im Semester, statt diesen einen Monat isoliert zu bewerten — sonst erscheint ein einmaliger, planbarer Kostenblock wie ein dauerhaftes Problem. Wer über mehrere Monate hinweg regelmäßig mehr ausgibt als einnimmt, sieht das an einer wiederkehrend negativen Differenz und kann rechtzeitig reagieren, etwa durch mehr Stunden im Nebenjob oder eine Anpassung bei der Kategorie Freizeit.
Für den praktischen Umgang mit der Vorlage genügt es, Buchungen wöchentlich aus Kontoauszug und Bargeldquittungen nachzutragen. Die Vorlage bietet 18 leere Buchungszeilen je Blatt, ausreichend für einen Monat bei studentischem Ausgabenvolumen.