Wochenplaner: Freiberufler
Ein Wochenraster, das bezahlte Projektzeit von unbezahlter Verwaltungsarbeit trennt — der Unterschied, der bei freiberuflicher Arbeit über den Stundensatz entscheidet.
Bei angestellter Arbeit ist die Zeit zwischen Terminen meist ebenfalls bezahlt. Bei freiberuflicher Arbeit ist das nicht selbstverständlich: Zeit für Buchhaltung, Akquise oder Weiterbildung wird in der Regel nicht direkt vergütet, verbraucht aber reale Wochenstunden. Ein Wochenplan, der diese Zeitarten in getrennten Zeilen führt, macht sichtbar, wie viel der Woche tatsächlich in bezahlte Projektarbeit fließt.
Die Zeile „Kundentermine” trägt feste, extern vereinbarte Termine — Beratungsgespräche, Abstimmungen, Präsentationen. „Projektarbeit” darunter erfasst die eigentliche Ausführung: das, wofür am Ende eine Rechnung gestellt wird. Wer beide Zeilen konsequent führt, sieht nach einigen Wochen, wie viele Stunden tatsächlich in abrechenbare Arbeit fließen im Verhältnis zur gesamten Arbeitszeit — eine Zahl, die für die Kalkulation des Stundensatzes wichtiger ist als die reine Wochenarbeitszeit.
„Akquise” steht als eigene Zeile, weil sie bei guter Auftragslage zuerst gestrichen wird und dann bei der nächsten Auftragsflaute fehlt. Eine feste, wenn auch kleine Zeitzeile pro Woche hält diese Tätigkeit kontinuierlich am Laufen, statt sie erst zu beginnen, wenn der Auftragsbestand bereits knapp wird.
Die Zeile „Buchhaltung & Rechnungen” bündelt Angebote, Rechnungsstellung und Belegablage an einem festen Termin pro Woche, statt sie über die Woche verteilt zwischen Projektarbeit zu erledigen. Verzögerte Rechnungsstellung ist einer der häufigsten Gründe für Liquiditätsprobleme bei Freiberuflern — ein fester Wochentermin verringert dieses Risiko unmittelbar.
„Weiterbildung” hat eine eigene Zeile, auch wenn sie in einer vollen Auftragswoche oft als Erstes wegfällt. Eine sichtbare Zeile macht das Streichen zu einer bewussten Entscheidung. Die letzte Zeile, „Wochenabschluss”, dient der kurzen Bilanz: wie viele Stunden in Projektarbeit geflossen sind, welche Rechnungen offen sind und was für die kommende Woche ansteht.
Für die praktische Nutzung eignet sich ein fester Ausfülltermin am Montagmorgen, ergänzt durch den Wochenabschluss freitagnachmittags. Das Querformat A4 mit sieben Tagesspalten und sechs Zeilen bietet Platz, um Kundennamen oder Projektkürzel kurz einzutragen.